#65 Der Mythos der psychisch bedingten Infertilität - mit Biopsychologin Beate Ditzen

Und warum der Mythos sich hält

Wenn es längere Zeit nicht klappt mit dem Schwanger werden, melden sich schnell Zweifel:  “Ich bin zu gestresst. Mein Kinderwunsch ist nicht stark genug. Vielleicht blockiert mich ein ungelöstes Trauma”. Doch was ist dran an der Idee, dass die Psyche die Fruchtbarkeit blockiert? 

Beate Ditzen, Professorin für klinische Biopsychologie und Psychotherapie an der Universität Zürich, hat sich intensiv mit dem Thema der psychogenen Infertilität auseinandergesetzt. Sie hat Studien dazu durchgeführt und war mehrere Jahre selbst von Infertilität betroffen. Ihre Studien sind eindeutig: Psychogene Infertilität wird empirisch nicht bestätigt. Es ist ein Mythos. 

Und doch erinnert sie sich: “Ich habe die Forschungsergebnisse verblüffend wenig auf meine eigene unmittelbare Situation anwenden können”. Wissen allein schützt offenbar weder vor dem emotionalen Druck, noch vor der gesellschaftlichen Erwartung, dass man mit genug Willen und Anstrengung alles erreichen kann


Shownotes

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Notes to self, von Emily Pine

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